SimpleMeasure
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Unsere Einschätzung zu SimpleMeasure von Appgk
Wer als Handwerker, Planer, Energieberater oder Gutachter unterwegs ist, möchte Maße oft direkt dort festhalten, wo sie entstehen: auf der Baustelle, im Keller, am Gebäude oder bei der Besichtigung. Genau hier setzt SimpleMeasure an. Die App von Hottgenroth Software AG gehört in den Bereich Software und Demos und ist kostenlos erhältlich. In meinem Eindruck richtet sie sich weniger an Menschen, die gelegentlich eine schnelle Alltagsmessung brauchen, sondern an Nutzer, die Messaufgaben in einen beruflichen Ablauf einordnen möchten.
Der Name klingt bewusst schlicht, doch die praktische Nutzung hängt stark davon ab, mit welcher Erwartung man startet. Wer eine komplett selbsterklärende Universal-App für jede denkbare Messsituation sucht, kann an einzelnen Stellen ins Stocken geraten. Wer dagegen bereit ist, die Anwendung als Werkzeug innerhalb eines eigenen Arbeitsablaufs zu verwenden, findet einen interessanten Ansatz. Die aktuelle Fassung ist Version 2.5.5; sie läuft ab Android 7.1 und ist für alle Altersgruppen freigegeben.
Wo die ersten Schwierigkeiten entstehen können
Die häufigste Hürde dürfte nicht die Installation selbst sein, sondern die Frage, was man unmittelbar danach mit der App tun soll. Eine knappe Bezeichnung wie SimpleMeasure erklärt den Zweck, aber nicht automatisch den besten ersten Arbeitsschritt. Gerade im beruflichen Umfeld ist das wichtig: Vor einer Messung muss klar sein, welches Objekt betrachtet wird, welche Werte gebraucht werden und wie diese später weiterverarbeitet werden sollen.
Ich würde deshalb nicht erst auf der Baustelle beginnen. Besser ist ein kurzer Test in ruhiger Umgebung. Dabei lässt sich prüfen, ob die Bedienlogik zum eigenen Vorgehen passt und ob man die Ergebnisse so festhalten kann, dass sie später noch eindeutig sind. Dieser kleine Probelauf spart Zeit, denn unter Termindruck wirken selbst harmlose Unklarheiten wie ein technisches Problem.
Die besten Aspekte von SimpleMeasure
Wissenswertes über SimpleMeasure
Ein weiterer Stolperstein liegt in der Erwartung an die Hardware. Eine Mess-App kann nur so zuverlässig arbeiten wie das Gerät, die verwendete Sensorik und die konkrete Situation. Ungünstige Lichtverhältnisse, eine unruhige Hand, verdeckte Flächen oder eine unklare Zielkante können das Ergebnis beeinflussen, ohne dass die Anwendung selbst fehlerhaft ist. Wer jeden abweichenden Wert sofort der App zuschreibt, sucht daher möglicherweise an der falschen Stelle.
Auch die Umgebung spielt eine Rolle. Auf einer Baustelle sind Oberflächen selten ideal, Räume oft eng und Bezugspunkte nicht immer eindeutig. Bei einer glatten, gut sichtbaren Kante kann eine digitale Hilfe angenehm sein; bei verwinkelten Bereichen, spiegelnden Materialien oder schlecht zugänglichen Stellen bleibt ein klassisches Messwerkzeug häufig verlässlicher. Für mich ist das keine Schwäche, die den gesamten Ansatz entwertet, sondern eine Grenze, die man vor dem Einsatz einplanen sollte.
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Was ich vor der ersten echten Messung prüfen würde
Nach der Installation würde ich zunächst kontrollieren, ob das Smartphone grundsätzlich stabil reagiert und ob die Kamera beziehungsweise die für die Messaufgabe benötigte Gerätefunktion sauber arbeitet. Danach lohnt sich ein Vergleich mit einem bekannten Maß. Ein Karton, eine Tischkante oder ein bereits vermessenes Bauteil eignet sich besser als eine völlig unbekannte Fläche. So bekommt man ein Gefühl dafür, wie sorgfältig man das Gerät ausrichten muss.
Wichtig ist außerdem, die Anzeige nicht nur flüchtig abzulesen. In einem professionellen Ablauf sollte zu jedem Wert klar sein, zu welchem Raum, Bauteil oder Auftrag er gehört. Wenn SimpleMeasure keine vollständige Dokumentationslösung ersetzen soll, braucht man dafür eine eigene Ordnung, etwa eine feste Benennung in den Notizen oder einen gleichbleibenden Ablauf bei der Übertragung. Der Vorteil liegt dann in der schnellen Erfassung; die Verantwortung für die nachvollziehbare Ablage bleibt beim Nutzer.
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Ich empfehle, vor dem Termin auch den Akkustand und den verfügbaren Speicher zu prüfen. Das sind keine besonderen Anforderungen dieser App, aber typische Ursachen für unnötige Unterbrechungen bei mobilen Arbeitsgeräten. Ebenso sollte man das Smartphone so halten, dass die relevante Fläche gut sichtbar bleibt. Ein stabiler Stand, ausreichend Abstand und eine klare Zielkante sind oft wirkungsvoller als hektisches Wiederholen derselben Messung.
Wer ein älteres Android-Gerät verwendet, sollte besonders auf die praktische Bedienbarkeit achten. Die Mindestanforderung Android 7.1 ist zwar vergleichsweise niedrig, sagt aber allein nichts darüber aus, wie angenehm die Nutzung auf einem konkreten Smartphone ist. Displaygröße, Kameraqualität und allgemeine Reaktionsgeschwindigkeit können den Arbeitskomfort stärker beeinflussen als die reine Kompatibilität.
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Ein sinnvoller Ablauf für Baustelle und Besichtigung
In einem realistischen Szenario würde ich die App nicht isoliert betrachten. Angenommen, ich prüfe einen Raum für eine spätere Planung: Zuerst ordne ich den Raum in meinen Auftrag ein, dann wähle ich eine gut erkennbare Messstrecke und führe die Messung möglichst ruhig durch. Anschließend notiere ich sofort, wofür der Wert steht. Erst danach gehe ich zur nächsten Strecke über. Dieses Vorgehen verhindert, dass mehrere ähnliche Zahlen später nicht mehr sicher zugeordnet werden können.
Der kleine, aber wichtige Trick ist die Reihenfolge. Nicht erst alle Werte sammeln und am Ende sortieren, sondern jede Messung unmittelbar mit ihrem Zweck verbinden. Das ist besonders hilfreich bei mehreren Räumen oder wiederkehrenden Bauteilen. Die App kann dabei der schnelle Erfassungsschritt sein, während Notizen, Fotos oder die spätere Fachsoftware die Dokumentation ergänzen.
Für Energieberater und Gutachter ist außerdem die Unterscheidung zwischen einer praktischen Vor-Ort-Hilfe und einem verbindlichen Nachweis entscheidend. Ein digital ermittelter Wert kann die Arbeit beschleunigen, ersetzt aber nicht automatisch die fachliche Beurteilung oder ein Messverfahren, das für den jeweiligen Auftrag vorgeschrieben ist. Ich würde SimpleMeasure daher vor allem dort einsetzen, wo schnelle Orientierung und vorbereitende Erfassung gefragt sind.
Planer können von einem ähnlichen Ablauf profitieren, wenn sie Maße für eine erste Einschätzung benötigen. Bei einer exakten Ausführungsplanung würde ich die Ergebnisse jedoch gegenprüfen. Das gilt besonders dann, wenn wenige Millimeter später über die Passform eines Bauteils entscheiden. Die Zeitersparnis am Anfang ist dann wertvoll, sollte aber nicht mit blindem Vertrauen in jeden einzelnen Wert bezahlt werden.
Wenn ein Ergebnis nicht plausibel wirkt
Ein unplausibler Wert ist zunächst ein Anlass für eine kontrollierte Wiederholung. Ich würde die Messstrecke neu wählen, das Gerät ruhiger halten und darauf achten, dass Anfang und Ende eindeutig erfasst werden. Danach sollte man den Wert mit einem zweiten Verfahren vergleichen, sofern die Situation das erlaubt. Schon ein einfacher Vergleich mit einem Maßband kann zeigen, ob die Abweichung aus der Bedienung, der Umgebung oder dem Smartphone stammt.
Hilfreich ist auch, nicht nur auf eine einzige Oberfläche zu vertrauen. Eine glänzende, transparente oder stark strukturierte Fläche kann die Orientierung erschweren. In solchen Fällen ist eine nahegelegene, klar erkennbare Kante oft die bessere Referenz. Wenn das nicht möglich ist, würde ich die digitale Messung nur als grobe Orientierung verwenden und für die endgültige Angabe ein passendes Fachwerkzeug nehmen.
Falls die Anwendung plötzlich nicht mehr wie erwartet reagiert, sollte man zuerst die einfachen Schritte durchführen: Messung abbrechen, die Aufgabe neu öffnen, das Smartphone ruhig ausrichten und die Situation bei besserer Sicht wiederholen. Ein Neustart des Geräts kann bei allgemeinen Android-Problemen ebenfalls helfen. Entscheidend ist, nicht sofort mehrere Einstellungen gleichzeitig zu verändern, weil man sonst nicht mehr weiß, welcher Schritt die Verbesserung gebracht hat.
Bei wiederkehrenden Schwierigkeiten lohnt sich ein kleiner Fehlervergleich. Tritt das Problem nur in einem bestimmten Raum auf, spricht das eher für die Umgebung. Passiert es bei jeder Oberfläche, sollte man Gerät und App gemeinsam prüfen. Funktioniert das Smartphone auch bei anderen Anwendungen ungewöhnlich langsam oder unzuverlässig, liegt die Ursache möglicherweise nicht bei SimpleMeasure. Diese einfache Trennung verhindert viel unnötiges Herumprobieren.
Welche Rolle Kosten und App-Umfang spielen
Die Anwendung ist kostenlos erhältlich, bietet aber In-App-Käufe im Bereich von 2,99 bis 9,99 Euro bei Abrechnung über Google Play. Für die Entscheidung ist deshalb wichtig, nicht nur auf den kostenlosen Einstieg zu schauen, sondern den eigenen Bedarf zu klären. Wer nur gelegentlich eine Messhilfe benötigt, sollte vor einem Kauf prüfen, ob der zusätzliche Umfang den persönlichen Ablauf tatsächlich verbessert.
Die Bewertungen fallen mit einem Durchschnitt von 2,4 bei 138 Bewertungen eher verhalten aus. Ich würde diese Zahl nicht als endgültiges Urteil über jede Nutzung verstehen, aber als Hinweis, die App vor einem wichtigen Auftrag selbst auszuprobieren. Die Anwendung wurde am 29.09.2020 veröffentlicht und hat mehr als 50.000 Installationen erreicht. Das zeigt, dass sie eine erkennbare Zielgruppe gefunden hat, sagt aber allein nichts darüber aus, ob sie zu jedem Smartphone und jedem Arbeitsstil passt.
Gerade bei einer beruflichen App ist ein kostenloser Testlauf besonders sinnvoll. Man kann dabei feststellen, ob die Bedienung schnell genug ist, ob die Ergebnisse verständlich erscheinen und ob sich die App ohne zusätzlichen Verwaltungsaufwand in den eigenen Ablauf einfügt. Ein Werkzeug ist im Alltag nur dann hilfreich, wenn es nicht mehr Zeit für Kontrolle und Nacharbeit verlangt, als es bei der Erfassung spart.
Wann eine andere Lösung besser passt
Für sehr präzise Arbeiten würde ich ein klassisches Maßband, einen Laserentfernungsmesser oder ein anderes dafür vorgesehenes Fachgerät bevorzugen. Diese Alternativen sind meist die bessere Wahl, wenn die Messung unmittelbar in eine Bestellung, Fertigung oder verbindliche Dokumentation einfließt. SimpleMeasure sehe ich eher als mobile Ergänzung, nicht als Ersatz für jedes professionelle Messinstrument.
Auch wer eine umfangreiche Projektverwaltung erwartet, sollte seine Erwartungen anpassen. Eine Messhilfe ist nicht automatisch eine komplette Baustellenakte. Wenn Fotos, Raumlisten, Notizen, Pläne und Freigaben in einem durchgehenden System benötigt werden, ist eine spezialisierte Handwerker- oder Planungssoftware wahrscheinlich passender. SimpleMeasure kann in so einem Ablauf nützlich sein, sofern es als einzelner Erfassungsschritt eingebunden wird.
Für private Nutzer mit nur seltenem Bedarf kann die App ebenfalls überdimensioniert wirken, wenn der eigentliche Zweck mit einem vorhandenen Maßband schneller erledigt ist. Umgekehrt kann sie für mobile Fachleute interessant sein, die regelmäßig vor Ort arbeiten und nicht für jede grobe Bestandsaufnahme ein zusätzliches Gerät hervorholen möchten. Der entscheidende Unterschied ist also nicht nur die Genauigkeit, sondern die Rolle, die die Messung im gesamten Auftrag spielt.
Mein praktisches Urteil nach dem Abwägen
Ich sehe SimpleMeasure als zweckmäßige mobile Hilfe für Menschen, die Maße direkt am Einsatzort erfassen und anschließend in einen fachlichen Prozess übernehmen möchten. Besonders überzeugend ist der Ansatz dort, wo Geschwindigkeit, geringe Ausrüstung und eine erste Orientierung zählen. Der Nutzen steigt, wenn man mit festen Abläufen arbeitet und jeden Wert sofort einem Raum oder Bauteil zuordnet.
Die App ist aber keine Lösung, die ich ungeprüft für jede präzise Aufgabe einsetzen würde. Die Qualität hängt von Smartphone, Umgebung und Bedienung ab. Wer diese Faktoren ignoriert, kann sich von einem bequem wirkenden Ergebnis täuschen lassen. Mein wichtigster Rat lautet deshalb: vor dem ersten echten Auftrag mit bekannten Maßen testen und bei kritischen Werten gegenmessen.
Für Handwerker, Planer, Energieberater und Gutachter kann das eine sinnvolle Ergänzung sein, besonders wenn bereits ein eigener Dokumentationsablauf vorhanden ist. Wer dagegen eine vollständige Projektsoftware, maximale Präzision oder ein spezialisiertes Messgerät erwartet, sollte eher eine andere Lösung wählen. Die Stärke von SimpleMeasure liegt in der schnellen Vor-Ort-Erfassung, nicht darin, jedes Messproblem allein zu lösen.
Unterm Strich würde ich die kostenlose Installation für interessierte Fachanwender empfehlen, aber mit einem kurzen Praxistest statt blindem Vertrauen. Die eher niedrige durchschnittliche Bewertung macht diesen Test umso wichtiger. Wenn Bedienung und Geräteleistung zum eigenen Alltag passen, kann die App Wege verkürzen und spontane Bestandsaufnahmen erleichtern. Wenn die Ergebnisse dagegen regelmäßig nachkontrolliert werden müssen oder die Dokumentation zu umständlich bleibt, ist ein klassisches Messgerät oder eine umfassendere Fachanwendung wahrscheinlich die bessere Investition.
SimpleMeasure-FAQ
Was ist SimpleMeasure und wofür kann ich die App verwenden?
SimpleMeasure ist eine praktische Mess-App für mobile Geräte, die das Smartphone je nach unterstützten Funktionen als digitales Messwerkzeug nutzt. Sie kann beispielsweise dabei helfen, Entfernungen, Abmessungen oder Winkel grob einzuschätzen. Vor dem Download sollte man jedoch wissen, dass die Genauigkeit von der Kamera, den Sensoren, der Lichtqualität und der korrekten Bedienung abhängt. Für professionelle Bau- oder Präzisionsmessungen ist ein klassisches Messgerät weiterhin empfehlenswert.
Wie genau sind die Messungen mit SimpleMeasure?
Die Genauigkeit von SimpleMeasure hängt stark von den technischen Voraussetzungen des Smartphones und der jeweiligen Messsituation ab. Eine gute Beleuchtung, eine ruhige Hand und eine klare Sicht auf den Messbereich verbessern normalerweise die Ergebnisse. Bei glänzenden, sehr kleinen oder weit entfernten Objekten können Abweichungen auftreten. Die App eignet sich daher besonders für schnelle Schätzungen und den Alltag, sollte aber nicht als Ersatz für geeichte oder professionelle Messinstrumente betrachtet werden.
Benötigt SimpleMeasure besondere Berechtigungen oder eine Internetverbindung?
Für die Messfunktionen kann SimpleMeasure je nach Version Zugriff auf die Kamera und möglicherweise auf bestimmte Bewegungssensoren des Smartphones benötigen. Diese Berechtigungen sind nachvollziehbar, da die App damit Objekte erkennt oder Entfernungen berechnet. Eine dauerhafte Internetverbindung ist für grundlegende Messungen häufig nicht erforderlich, kann aber bei Werbung, Aktualisierungen oder zusätzlichen Funktionen eine Rolle spielen. Vor der Installation empfiehlt es sich, die im App Store angezeigten Berechtigungen zu prüfen.
Ist SimpleMeasure kostenlos oder entstehen zusätzliche Kosten?
Ob SimpleMeasure vollständig kostenlos angeboten wird, hängt von der aktuellen Version und der jeweiligen Plattform ab. Manche Ausgaben solcher Mess-Apps finanzieren sich über Werbung oder bieten optionale Käufe an, beispielsweise zum Entfernen von Anzeigen oder für zusätzliche Werkzeuge. Nutzer sollten deshalb vor dem Download die Preisangaben, In-App-Käufe und Abonnementbedingungen im Google Play Store oder Apple App Store aufmerksam lesen, damit keine unerwarteten Kosten entstehen.
Auf welchen Geräten funktioniert SimpleMeasure und worauf sollte ich vor dem Download achten?
SimpleMeasure ist für kompatible Android- oder iOS-Geräte vorgesehen, die über die benötigten Kamera- und Sensorsysteme verfügen. Die tatsächliche Unterstützung kann jedoch je nach Betriebssystemversion, Smartphone-Modell und App-Ausgabe unterschiedlich sein. Vor der Installation sollte man deshalb die Mindestanforderungen und die Liste kompatibler Geräte im jeweiligen Store kontrollieren. Auf älteren Geräten können Messungen weniger zuverlässig sein oder einzelne Funktionen möglicherweise nicht zur Verfügung stehen.











